Pilgerreisen

Mit zu der ältesten Form des Reisens – neben Forschungs- und Entdeckungsreisen – zählt die Wallfahrt bzw. Pilgerreise und ist in allen großen Religionen von besonderer Bedeutung.

Seit Menschengedenken unternehmen Gläubige Wallfahrten zu heiligen Stätten. Sie pilgern um Sünden oder ein Gelübde abzutragen, zur Verehrung von Heiligen, um Heilung oder besondere Anliegen zu erbitten. Sie kann aber auch ein Ausdruck des Dankes sein.

Einer der berühmtesten Wallfahrtsorte der Welt ist „Lourdes“ in Südfrankreich. Viele kranke und behinderte Menschen erhoffen sich Heilung durch das Lourdes-Wasser. Es stammt aus der Quelle in der Nähe der bekannten Mariengrotte.

Eine derzeit sehr beliebte Pilgerroute ist der „Jakobsweg“. Ein Netzwerk von Wegen durchziehen mittlerweile Teile Europas. Auch in Deutschland sind Abschnitte zu finden. Der Hauptweg („Camino Francés“) ist die Strecke in Spanien. Das Ziel des Pilgerweges ist das Jakobusgrab in Santiago de Compostela in Spanien. Die Kennzeichnung des Jakobsweges ist eine stilisierte gelbe Jakobsmuschel auf blauem Hintergrund.

Ob in Gruppen oder als Einzelreisender, zu Fuß oder mit dem Rad, bei den Pilgerfahrten ist bei vielen Menschen der Weg das Ziel. Gerade in der heutige Zeit finden Menschen bei der Pilgerung Momente der Stille, der inneren Einkehr, der Erkenntnis und schöpfen Kraft durch das verbunden sein mit der Natur.

 

 

 

 

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